Nippelpiercings in der Schwangerschaft & Stillzeit – das solltest du wissen
Ein abgeheiltes Brustwarzenpiercing schließt Stillen nicht grundsätzlich aus. In der Schwangerschaft können sich jedoch Empfindlichkeit und Passform verändern. Hier erfährst du, wann eine Kontrolle sinnvoll ist und warum Schmuck beim Stillen herausgenommen werden muss.
Schwangerschaft: den Sitz beobachten
Verändert sich die Brust, kann bisher passender Schmuck drücken oder unangenehm werden. Ob ein abgeheiltes Piercing getragen werden kann, lässt sich deshalb nicht mit einem festen Monat beantworten.
Lass Druckstellen, Schmerzen oder eine veränderte Position prüfen. Einen längeren Stab solltest du nicht auf Verdacht einsetzen. Der Größenratgeber erklärt die Maße; die persönliche Passform wird vor Ort beurteilt.
Stillen: Schmuck vorher entfernen
Beim Stillen gehört kein Piercingschmuck in die Brustwarze. Lose Teile könnten verschluckt oder eingeatmet werden; Schmuck kann außerdem das Anlegen behindern oder den Mund des Babys verletzen.
Das gilt auch für Retainer. Den Schmuck während der gesamten Stillzeit herauszulassen, erspart das häufige Wechseln. Dabei kann sich der Stichkanal verengen oder schließen; sein Offenbleiben lässt sich nicht garantieren.
Milchfluss: Veränderungen besprechen
Viele Menschen können mit einem früheren, abgeheilten Brustwarzenpiercing stillen. Narben oder Schäden an Milchgängen und Nerven können das Stillen jedoch erschweren. Aus dem Aussehen der Brustwarze lässt sich das nicht sicher vorhersagen.
Erwähne das Piercing bei Hebamme oder Stillberatung, auch wenn du keinen Schmuck mehr trägst. Bei Problemen mit dem Anlegen oder der Milchaufnahme unterstützt eine individuelle Stillberatung.
Beschwerden: Warnzeichen ernst nehmen
Eine heiße, deutlich geschwollene oder stark schmerzhafte Brustwarze, Eiter oder Fieber sollten ärztlich abgeklärt werden. Ein Ratgeber kann nicht feststellen, ob eine Reizung oder eine behandlungsbedürftige Infektion vorliegt.
Bei Infektionsverdacht entferne Schmuck nicht eigenständig. Zur allgemeinen Reinigung findest du Hinweise unter Pflege und Heilung. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung.
Nach dem Abstillen: Zeit einplanen
Ein neues Brustwarzenpiercing solltest du erst mit Abstand zum Abstillen planen. Fachverbände empfehlen mehrere Monate; zusätzlich zählen das Ende der Milchbildung und der Zustand des Gewebes.
Lass vor dem Termin beurteilen, ob die Brustwarze wieder für ein Piercing geeignet ist. Auch danach kann niemand eine problemlose Heilung garantieren. Der Ratgeber zum Stechen erklärt die Vorbereitung und den Ablauf.
Vorhandenes Piercing erneut prüfen
Wenn du später wieder Schmuck tragen möchtest, lass zunächst prüfen, ob der Stichkanal noch offen ist. Ein alter Stab kann inzwischen anders sitzen. Setze ihn nicht mit Druck oder Gewalt ein.
Für die Beratung kannst du den bisherigen Schmuck und seine Maße mitbringen. In unserem Piercingstudio in Crimmitschau lässt sich klären, ob ein vorsichtiges Einsetzen möglich ist oder ein späterer neuer Termin sinnvoll wäre.